Die Kampagne "Laut gegen Nazis"

- Pressekonferenz 2005 (v.l.: Anetta Kahane, Jeanette, Johannes B. Kerner u. Smudo)
Die Kampagne "Laut gegen Nazis" - Rechte Gewalt kann jeden treffen - hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Zusammenschluss der Zivilgesellschaft und eine starke Öffentlichkeit gegen den stets wachsenden Rechtsextremismus zu erwirken.
Seit August 2004 wurden verschiedenste große und kleine Projekte umgesetzt. Unterstützt werden wir hierbei von vielen prominenten Persönlichkeiten aus Kultur, Musik und Gesellschaft. Schon seit Oktober 2004 wirken Peter Lohmeyer, Smudo, Jo Brauner (Ex-Tagesschau-Chefsprecher), Silbermond, Revolverheld und viele weitere Freunde bei unserer Kampagne mit.
In den vergangenen drei Jahren ist es uns gelungen, ein Netzwerk von Kulturschaffenden, Agenturen, Unternehmen und Medien zu schaffen, das kontinuierlich über einzelne Vorhaben berichtet und sie stützt.
Aktuell haben wir mit Universal Music zusammen eine Hörbuch-Edition veröffentlicht, die fünf Produkte umfasst. Mit Hilfe unserer Historiker Andreas Strippel und Volker Mund konnten wir hochwertige Geschichten mit Silbermond, Smudo, Peter Lohmeyer, Julia Westlake, Jo Brauner, Noah Sow, Heinz Rudolf Kunze, Tobias Künzel, Tayfun Bademsoy und Kai Lentrodt vertonen, die die Auswirkungen der menschenverachtenden Ideologie der Nazis emotional widerspiegeln.
Aber auch Literaten wie Werner Finck, Ruth Rosenfeld und Erich-Maria Remarque wurden zitiert und stehen für die Gefühle einer Zeit, deren ideologische Grundlagen wir heute nicht mehr akzeptieren können. Unvergessen bleibt für uns die Begegnung von Stefanie und Andreas von Silbermond mit dem Holocaust Opfer und der Autorin Lucille Eichengreen, deren Biografie und Leidensweg von Stefanie gelesen wurde.
Neben der Produktion von Hörbüchern setzen wir den Schwerpunkt unserer Arbeit in die Entwicklung von Konzepten für Veranstaltungen. Viele Medienpartner unterstützen Tourneen und Einzelveranstaltungen in Orten, in denen Rechtsextremisten bedrohlich Plätze vereinnahmen. Hier binden wir grundsätzlich junge Initiativen ein, die Hilfe für ihre Arbeit benötigen. Als Partner steht uns die Amadeu Antonio Stiftung Berlin stets zur Seite. Aus allen Erlösen spenden wir Anteile an diese etablierte Institution, um Menschen, die sich im Kleinen durch tolle Aktionen gegen die Entwicklung stemmen, wirtschaftlich zu fördern.
Wir appellieren an jeden demokratischen und toleranten Bürger, mit uns gemeinsam ein Statement gegen ewig gestrige und rechte Gewalt abzugeben. Die Devise "Wegsehen" können wir nicht teilen. Über 140 Todesopfer sind seit 1990 durch rechte Gewalt zu beklagen. Allein im Jahre 2006 wurden 1042 Bürger dieses Landes durch Übergriffe von neuen Nazis zum Teil schwer verletzt. Hinzu kommen ca. 20.000 politisch-motivierte Straftaten.
Unsere Kampagne versucht, Wirtschaft, Politik, wichtige Verbände und Vereine für ein verantwortungsvolles Handeln gegen die Etablierung rechtsextremen Gedankengutes und dessen Parteien zu gewinnen.
In der Vergangenheit konnten wir Dank des FC St.Pauli, des HSV, des SV Werder Bremen und des FC Bayern München in der Fußball Bundesliga und bei DFB Pokal-Finalspielen Aktionen durchführen. Derzeit führen wir mit dem Deutschen Fußballbund Gespräche über eine intensive Zusammenarbeit.
Wir bedanken uns bei allen Partnern und Mitwirkenden und freuen uns auf die Erweiterung eines Netzwerkes gegen die menschenverachtende Ideologie der Nazis.
Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen – geht mit "Radio Energy" bundesweit „On Air“.
„Laut gegen Nazis“ gemeinsam mit dem Jugendzentrum Försterstraße, dem Café Exodus und der DGB Jugend Saar unter der Schirmherrschaft des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller & des Regionalverbandsdirektor Peter Gillo...
Laut gegen Nazis e.V. erhält von Google eine Spende in Höhe von 100.000 US-Dollar.
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